Industrieautomation: Präzision trifft Bewegung
Automation ist nicht länger ausschließlich ein Effizienzthema – sie ist eine Antwort auf strukturelle Herausforderungen in der Industrie. Weltweit stehen Unternehmen unter Druck: Steigende Produktionsvolumina und der anhaltende Fachkräftemangel treffen auf Produktionsumgebungen, die immer schneller und komplexer werden. Entsprechend wächst der Markt der industriellen Automatisierungslösungen. Weltweit legt er nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Mordor Intelligence bis 2030 um fast zehn Prozent jährlich zu.
Schaeffler zeigt auf der CES 2026, wie industrielle Automatisierung aussieht, wenn Mechanik, Sensorik und Elektromechanik miteinander verschmelzen. Das Portfolio an Produkten und Lösungen kombiniert fortschrittliche mechanische, elektromechanische und mechatronische Komponenten mit intelligenter Sensortechnologie und digitalen Services, um Herstellern den Übergang zu hocheffizienten, KI-gestützten Produktionsumgebungen zu ermöglichen.
Highlight: autonomer Gabelstapler
Ein Highlight, das Schaeffler auf der CES in Las Vegas zeigt: ein autonomer Gabelstapler, der den Materialtransport in engen Produktions- und Logistikbereichen neu definiert.
Durch die Kombination aus kompakten Lenk- und Fahrantrieben, intelligenter Sensorik, präzisen Hubmastrollen und modernen Batterietechnologien kann das Fahrzeug autonom manövrieren – selbst in Bereichen, die für herkömmliche Stapler oder manuelle Hubwagen schwer zugänglich sind.
„Unser autonomer Gabelstapler-Demonstrator verdeutlicht die Integration unserer mechanischen Präzision mit intelligenter Sensorik und elektromechanischer Aktuation. So ermöglichen wir Herstellern höhere Produktivität bei gleichzeitig geringeren Wartungskosten und einer reduzierten Abhängigkeit von zunehmend knappen Fachkräften.“
Jeff Hemphill, CTO von Schaeffler Americas
Schaeffler ermöglicht einen autonomen Materialtransport durch Schlüsseltechnologien wie ...
... ein kompaktes Antriebsmodul: Schaeffler kombiniert Lenk- und Fahrfunktion in einem kompakten Modul. Permanentmagneterregte Synchronmotoren, effiziente Getriebe und aktive Kühlung liefern hohe Drehmomente und Drehzahlen, während integrierte Sicherheitsfunktionen wie Park- und Not-Aus-Bremsen sowie präzise Sensorik maximale Sicherheit gewährleisten.
... eine fortschrittliche Batterielösung: Sie sorgt für zuverlässigen Dauerbetrieb. Intelligente Managementsysteme überwachen Ladezustand, Gesundheitszustand (State of Health) und Strombegrenzungen auf Zellebene. Leichtbaugehäuse und innovative Kühlkonzepte sichern Leistung auch unter anspruchsvollen Industriebedingungen.
... präzise Hubmastrollen für Flurförderfahrzeuge: Sie garantieren eine gleichmäßige und präzise Bewegung schwerer Lasten. Eine hohe Tragfähigkeit ermöglicht kompakte Konstruktionen und erhöht die Betriebssicherheit in dynamischen Produktionsumgebungen.
Elektrische Aktoren statt hydraulischer Antriebe
Ein zentraler Trend in der Automatisierung ist darüber hinaus der Ersatz von Hydrauliksystemen durch elektromechanische Aktoren. Schaeffler setzt hier auf Lösungen wie den EMA-100, der ölfrei, wartungsarm und hochpräzise arbeitet. Vorteile: höhere Energieeffizienz, einfache Programmierbarkeit und geringere Stillstandzeiten.
Wie vernetzte Systeme die Produktion optimieren
Darüber hinaus zeigt Schaeffler auf der CES, wie smarte Technologien die industrielle Produktion auf ein neues Level heben. Im Zentrum steht das OPTIME Ecosystem (siehe Bildergalerie): Vernetzte Sensorik, Cloud-basierte Analysen und Echtzeit-Überwachung ermöglichen es, Maschinenzustände kontinuierlich zu überwachen und Probleme frühzeitig zu erkennen. So lassen sich Wartungen gezielt planen, Ausfallzeiten minimieren und Abläufe in Robotik, Werkzeugmaschinen, Verpackungsanlagen oder der Halbleiterfertigung deutlich effizienter gestalten.
Fazit
Schaeffler demonstriert auf der CES 2026, wie die nächste Generation industrieller Automatisierung aussieht: kompakt, autonom, energieeffizient und intelligent vernetzt. Die Technologien bieten Herstellern Werkzeuge, um den Fachkräftemangel zu adressieren, Wartungskosten zu senken und gleichzeitig die Produktivität und Betriebssicherheit in Fertigung und Logistik signifikant zu steigern.